Sonderausstellung "Operation Plainfair" Print E-mail

Sonderausstellung

im Towergebäude

anlässlich

60 Jahre Luftbrücke

"Operation Plainfair" !

   

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60 Jahre Luftbrücke:  Einsatz für die Freiheit

Wenn ab dem 23.6.08 am Luftbrücken­denkmal an die 60. Wiederkehr des Jahrestages der Berliner Luftbrücke in einer Feierstunde gedacht wird, dann kann man dieses Ereignis in mehreren Museen und Gedenkstätten nachvollziehen und besuchen. Geht es dem Luftwaffenmuseum, dem Alliierten Museum und der Vereinigung „Alliierte in Berlin“ darum, den Amerikanern, Briten und Franzosen für ihren Einsatz für die Freiheit während der Berlin-Blockade durch die sowjetische Besatzung zu danken und die Helfer, die bei dieser Aktion ums Leben gekommen sind, zu ehren. Außerdem wolle man – so der Vorstand des Förderverein des Luftwaffenmuseum der Bundeswehr e.V. – jungen Men­schen bewusst machen, dass "Freiheit und Frieden keine Selbstverständlichkeit seien, sondern durch Mut, demokratische Zivilcourage und Solidarität immer wieder neu errungen" werden müssten: "Die Wertegemeinschaft des freiheitlichen, größer gewordenen Europas muss in enger Partnerschaft mit den USA immer wieder mit Leben gefüllt werden."

 

Die Amerikaner starteten 1948 ihre Flüge zur Versorgung der eingeschlossenen Stadt Berlin von ihrem Hauptstützpunkt in Frankfurt – der Rhein-Main Airbase – und von der Lindsay Air Station, dem Wiesbadener Flugplatz in Erbenheim. Die Kohle-Frachtflüge in der britischen Zone gingen von Celle, Faßberg, Wunstorf und Schleswig/Jagel aus. Am 26. Juni wurde die "Operation Vittles" der US-Luftwaffe gestartet.

 

Zwei Tage später folgten die Britischen Luftstreitkräfte mit der Operation "Plainfaire" auf dem Flugplatz Gatow (dem heutigen Luftwaffenmuseum der Bundeswehr).

 

Wurden am Anfang täglich 750 Tonnen Fracht transportiert, waren es wenige Wochen später bereits 2.000 Tonnen. Am 15./16. April 1949 wurde mit 12.849 Tonnen Fracht und 1.398 Flügen in 24 Stunden der Rekord aufgestellt.

 

Ein hochintelligentes logistisches System war das Fundament der Versorgungsflüge. Die drei Luftkorridore wurden als "Ein­bahnstraße" verwendet, wobei im nördlichen (von Hamburg nach Berlin) und im südlichen (von Frankfurt nach Berlin) die Hinflüge abliefen und im mittleren Korridor (von Berlin nach Hannover) die Rückflüge stattfanden. In den Korridoren flogen die Maschinen in fünf Ebenen. Alle drei Minuten landete ein Flieger in Tempelhof (US-Sektor), Tegel (französischer Sektor) oder Gatow (britischer Sektor).

 

An die drei Luftkorridore erinnern die drei Streben ("Krallen") der Luftbrücken-Denkmäler in Berlin, im Jargon der Haupt­städter liebevoll "Hungerharke" genannt.

 

In Berlin - Gatow wird im Rahmen der Sonderausstellung „Operation Plaifaire“ auch an die 41 Briten, 31 Amerikaner und sechs Deutschen erinnert, die bei der Hilfsaktion ihr Leben ließen. Bei 278.000 Flügen gab es zahlreiche tödliche Unfälle.

 

Der Name des 87 Jahre alten früheren Oberst ret. Gail Halvorsen steht für diese Operation. Er befestigte Süßigkeiten an kleinen Fallschirmen und warf diese über Berliner Kindern ab. Mit den Steppkes verabredete er, beim Anflug auf Berlin mit den Flügeln zu wackeln.

Sein Spitzname: "Onkel Wackelflügel".

(Quelle: Pressemitteilung FV LwM Bw)

 
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